Die vergangenen Tage standen bei uns ganz im Zeichen des kühlen Nass. Gestern hat es uns zunächst zum Glenmore Reservoir verschlagen. Also habe ich mich hinters Steuer von Claires Mini gesetzt und uns zum Heritage Park gefahren, wo wir das Autochen für die Dauer unseres Spaziergangs abstellen konnten. Zum Glück haben wir noch ein Plätzchen im Schatten gefunden, denn die Sonne brutzelte was das Zeug hielt! Auf unserer Haut machte sich das aufgrund von LSF 30 bzw. 50 leider nicht wirklich bemerkbar... so schlenderten wir also um den See und legten den ein oder anderen Fotostopp ein, bis wir einen Steg fanden, auf dem wir es uns gemütlich machen und die Füße im Wasser baumeln lassen konnten. Als kleine Mimose fand ich das Wasser natürlich viiieeel zu kalt, aber ich kann euch versichern, dass die anderen beiden es sehr genossen haben. So wie wir da saßen, hätte man auch meinen können, eine lebendige Milchschnitte vor sich zu haben, denn im Vergleich zu Jule und Juli sehe ich doch tatsächlich aus wie eine Wand, die in feinstem Alpina Weiß gestrichen wurde. Naja, ich kann es nicht ändern... das heißt... moment! Erst heute habe ich mich so schön verbrannt, dass ich nun erst einmal mehrere Tage lang in fröhlichem Pink durch die Welt spazieren werde.
Wie dem auch sei, vom Glenmore Reservoir aus ging es weiter zum Chinook Centre, wo wir Claire zu einem gemeinsamen Spaziergang durch das Tal des Elbow Rivers abholen wollten. Leider mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass die Bank bereits geschlossen war. Aber wie der Zufall es wollte, kam Claire genau in diesem Moment aus ihrem Büro und nachdem sie uns entdeckt hatte, hat sie uns selbstverständlich die Türen geöffnet. Nachdem sie uns ihre netten Kollegen vorgestellt und ich noch schnell an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte (man muss schätzen, wie viel bestimmte Lebensmittel im Jahre 2031 kosten werden - der Gewinner bekommt einen Gutschein fürs Chinook), ging es auch schon weiter in Richtung Britannia Plaza. Dort warteten Martin, Petra und Quarry bereits auf uns. Zunächst ging es aber noch auf einen kleinen Abstecher in Ghislaine's Schokoladengeschäft, um kurz Hallo zu sagen. Dann ging es aber endlich los. Auf der Mitte unseres Spazierganges erwartete uns dann auch ein toller Ausblick auf Downtown, den wir natürlich fotografisch festhalten mussten. Auch die Hunde hatten ihren Spaß, denn auf dem Weg trafen sie ganz schön viele Artgenossen, die einem Aufeinandertreffen auch nicht gerade abgeneigt schienen. Wieder bei den Minis angekommen, trennten sich unsere Wege: Claire und Martin fuhren zum Abendessen ins Humpty's, wir und die Hunde fuhren zurück in die Brabourne Road. Wir wollten/mussten endlich einmal unser Gemüse verarbeiten. Ansonsten hätte es uns wohl in wenigen Tagen mit einer prächtigen graumelierten Frisur angelächelt.
Heute ging es dann schon wieder ans Wasser - um genauer zu sein, an den Sikome Lake im Fish Creek Park. Diesmal hat sich Jule hinters Steuer gewagt und was soll ich sagen? Sie hat die Feuertaufe auf den Straßen Calgarys beachtlich gemeistert und uns sicher zum Badestrand gebracht. Zwar mussten wir ein paar Umwege nehmen, aber das lag eher daran, dass meine Navigationskünste nicht immer so gut sind, wie ich es gerne hätte. Ihr müsst wissen, dass der Sikome Lake im Grunde einfach ein großes Loch ist, das in den Sand gebuddelt wurde und jeden Sommer aufs Neue mit Wasser befüllt wird. Und das macht sogar ganz schön was her! Das dachten wohl auch die ganzen anderen Menschen, die heute ebenfalls einen Ausflug dorthin unternommen haben. Es war zwar nicht überfüllt, aber es war trotzdem ganz schön was los. Leider können wir euch das nicht anhand von Bildern beweisen, denn unsere Kameras haben wir leider beide zu Hause gelassen... dann müssen wir halt nochmal dorthin, um ein paar Fotos zu schießen, was?! Dort angekommen haben wir uns direkt in die Sonne geschmissen und ein bisschen gebrutzelt, bevor es dann zum ersten Mal in das zunächst mega kalte Wasser ging. Nachdem man aber ein wenig geschwommen war, war es eigentlich ganz angenehm. Danach hätte ich mich allerdings ein wenig besser eincremen sollen, denn zu Hause angekommen, musste ich leider feststellen, dass ich den Abdruck meines Bikinis wohl noch ein wenig länger mit mir herumtragen werde. Naja, beim nächsten Mal bin ich schlauer! Aber der Sonnenbrand war auch nicht das Einzige, das wir uns am Sikome Lake geholt haben. Jule und ich haben die Möwen anscheinend magisch angezogen, denn sie haben doch tatsächlich etwas auf uns fallen lassen... ihr könnt euch ja sicher denken, worum es sich dabei gehandelt hat. Zum Glück war das Wasser in der Nähe und die unfreiwillige Färbung schnell wieder entfernt.
Heute Abend haben uns Claire und Martin wieder einmal zum gemeinsamen Abendessen auf dem Sonnendeck eingeladen. Nachdem wir gemeinsam das Essen vorbereitet und den Tisch gedeckt hatten, saßen wir gemütlich an der frischen Luft, aßen und plauderten. Was für ein schöner Abend! Unter anderem wurde während des Abwasches aufgedeckt, dass Jule die ganze Zeit über gedacht hat, Quarry hieße Crorry. Damit haben wir sie natürlich ein wenig aufgezogen, denn es war einfach zu lustig! Crorry... hihihi.
Morgen fahren wir drei nach Waterton. Vor zwei Jahren war diese Reise für Juli und mich ja gleich in mehrfacher Hinsicht unvergesslich (Stichwort: Tanken). Dieses Mal wird uns so etwas nicht mehr passieren, denn Martin hat den Mini vorsorglich schon vollgetankt. Das Wetter scheint leider nicht so gut zu werden, aber auch das kennen wir ja schon. Entweder wird es richtig schlimm oder das Wetter wird das genaue Gegenteil von dem, was vorhergesagt wurde. Wir werden uns wohl überraschen lassen müssen. Claire und Martin haben aber schon wieder an alles gedacht: Bärenspray, -glocke und -pfeife sowie Nationalpark-Pass und Navi sind schon für uns bereitgestellt und ready to go! Wollen wir mal hoffen, dass uns das Aufeinandertreffen mit einem Bären erspart bleibt - hier erfahrt ihr auf jeden Fall sofort, was uns unterwegs so alles passiert. Also drückt uns die Daumen, dass alles gut geht!
Morgen fahren wir drei nach Waterton. Vor zwei Jahren war diese Reise für Juli und mich ja gleich in mehrfacher Hinsicht unvergesslich (Stichwort: Tanken). Dieses Mal wird uns so etwas nicht mehr passieren, denn Martin hat den Mini vorsorglich schon vollgetankt. Das Wetter scheint leider nicht so gut zu werden, aber auch das kennen wir ja schon. Entweder wird es richtig schlimm oder das Wetter wird das genaue Gegenteil von dem, was vorhergesagt wurde. Wir werden uns wohl überraschen lassen müssen. Claire und Martin haben aber schon wieder an alles gedacht: Bärenspray, -glocke und -pfeife sowie Nationalpark-Pass und Navi sind schon für uns bereitgestellt und ready to go! Wollen wir mal hoffen, dass uns das Aufeinandertreffen mit einem Bären erspart bleibt - hier erfahrt ihr auf jeden Fall sofort, was uns unterwegs so alles passiert. Also drückt uns die Daumen, dass alles gut geht!
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