Nein, nicht bei dem Schriftsteller... in Downtown Calgary gibt es einen Irish Pub/Restaurant desselben Namens, welcher(s) zu Claire und Martins Favoriten gehört. Daher haben wir vereinbart, pünktlich zu Claires Mittagspause bei der Bank nach Downtown zu fahren, sie dort von der Arbeit abzuholen und dann zu James Joyce zu gehen. Das war schon ein komisches Gefühl, da im Hinterkopf immer der Gedanke schwirrte, wann es wohl wieder ein gemeinsames Essen geben könnte. Trotzdem war das Essen grandios! Sogar so grandios, dass ich trotz völliger Übersättigung nicht widerstehen konnte und noch ein Dessert bestellt habe, welches ich auch noch komplett reingelöffelt habe. Als es dann ums Bezahlen ging, hat Martin schon wieder geschwind wie der Wind seine Kreditkarte gezückt. Als wir uns dann bei ihm dafür bedankt haben, hat er gesagt, dass wir es doch wert seien und dass sie doch schließlich wollten, dass wir wiederkommen. Ist er nicht putzelig? :) Aber dafür brauchen wir gar keinen Grund! Wir kommen auf jeden Fall wieder!
Nach diesem köstlichen Mal musste Claire wieder zur Arbeit und Papa Martin hat uns dann noch nach Kensington gefahren - ein Stadtteil auf der nördlichen Uferseite des Bow Rivers, den wir vorher noch nicht besucht hatten. Kensington ist im Vergleich zum Rest Calgarys eine ganz andere Welt. Manche der Häuser und Geschäfte erinnern wirklich an London. Kleine Buch- oder Spielzeugläden, kleine Cafés und Bistros an den Straßenecken. Leider wurde dieses schöne Bild durch die große Anzahl von Obdachlosen, die wir gesehen haben, getrübt. Nachdem wir Kensington durchstreift hatten, sind wir dann entlang des Bow Rivers wieder Richtung Downtown geschlendert - natürlich nicht ohne Fotostopp! In einem tollen kleinen Spielzeugladen hatten wir uns nämlich Pustefix Seifenblasen gekauft (JA! die aus Deutschland!). Damit wollten wir am Fluss ganz tolle Bilder schießen, aber das war wohl eher ein Schuss in den Ofen als irgendwo sonst hin. Beim Angucken der Bilder haben wir erst einmal gemerkt, wie dumm man doch aussehen kann. Vor allem dann, wenn man erst pustet und dann direkt lacht, um ein schönes Bild hinzubekommen. Ach ja, außerdem haben wir noch ein Entenpärchen beobachtet und Graugänse und so einige dicke Eichhörnchen, die alle am Flussufer unterwegs waren. Ein schöner Tag war das - aber auch der letzte in Downtown. Das ist uns da auch schmerzlich bewusst geworden. Aber wie heißt es doch so schön? Heute ist nicht aller Tage. Ich komm wieder, keine Frage.
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