Mit Samstag kam die Gewissheit, dass uns nur noch ein Tag in Calgary bleiben würde. Hinzu kam die Tatsache, dass wir Martin ja auch schon Goodbye sagen mussten, da er abends zur Arbeit musste und wir ihn vor unserem Abflug nicht mehr sehen konnten. Den kompletten Tag haben wir damit verbracht, unsere Koffer, Rucksäcke und Handgepäcksstücke zu packen und letzte Wäsche zu waschen und zu trocknen. Schließlich wollten wir ja so frisch wie möglich in den USA ankommen. Leider mussten wir aber schon nach kurzer Zeit feststellen, dass in unseren Koffern zwar noch Platz, das Höchstgewicht aber bereits ausgenutzt war. In unseren Rucksäcken sah es genau anders aus: noch mindestens 5 kg durften wir haben, aber befüllt waren sie schon fast bis zum Platzen der Nähte. Dass uns das noch einige Probleme bereiten sollte, erfahrt ihr später an dieser Stelle...
Also zurück zu unserem letzten kompletten Tag. Nach stundenlangem Packen hatten wir uns zu einem letzten gemeinsamen Nachmittags-/Abendessen im Cheesecake Café verabredet. Claire musste danach direkt zur Kirche, da ja wieder eine Theatervorführung stattfinden sollte, Martin wollte ebenfalls dorthin, um das Theater zu filmen und wir waren für 18h mit unseren Second Cup Kollegen verabredet, um uns endgültig von ihnen zu verabschieden. Dies bedeutete also, dass wir Martin noch im Cheesecake Café Tschüss sagen mussten. Das Essen war gut, Claire und Martin haben lustige Geschichten erzählt und wir haben unsere gemeinsame Zeit Revue passieren lassen. Im Hinterkopf war allerdings immer der Abschiedsgedanke. Wir wollten ihm nämlich noch gar nicht Tschüss sagen! Aber es ging ja nicht anders. Schnell noch ein letztes Familienfoto schießen lassen und dann Tränen Marsch! Ganz schön traurig wars... unser Papa Martin, der immer alles für uns getan hat und den wir so liebgewonnen haben. Ganz doll weinen mussten wir während des Abschiedes, denn uns wurde schmerzlich bewusst, dass wir ihn jetzt erst einmal für längere Zeit nicht mehr sehen würden. Aber die beiden haben uns natürlich getröstet und Mut gemacht, dass wir ja auch wiederkommen würden und dass wir uns garantiert nicht zum letzten Mal gesehen haben würden. Total verheult haben wir uns dann in Claires Mini gesetzt. Dazu musste ich aber erst einmal eine Kotzepfütze übersteigen, die sich genau vor der Fahrertür befand. Trotz Wasserstau konnte ich diese missliche Lage ohne Probleme meistern und ab gings zu Second Cup - mit einer halben Stunde Verspätung und dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir ja noch gar nicht all unsere sieben Sachen gepackt hatten. Dort angekommen, warteten auch schon Sam, Brynne, Chelsea, Mackenzie und Mariam auf uns. Wir hatten vorher extra schon Abschiedskarten drucken lassen und jedem etwas geschrieben, schließlich hatten sie ja auch alle einen kleinen Abschiedskommentar für uns hinterlassen. Zwar war es schade, denen allen Tschüss sagen zu müssen, aber nach dem Abschied von Martin konnte uns ja eh nichts mehr schocken. Später sind wir noch schnell bei Shoppers reingehüpft, um ein Foto von uns für Claire und Martin entwickeln zu lassen, welches wir ihnen als kleine Überraschung da lassen wollten. Dann ging es auch schon wieder ans Packen - der Wecker war bereits auf 2.30h gestellt, denn Cris sollte uns um 3.30h abholen und zum Flughafen bringen. In die Minis hätten wir unser ganzes Gepäck auch gar nicht hineinbekommen... wir haben also gepackt und in Ecken gestopft und Wäsche getrocknet, die auch noch irgendwo hinpassen musste. Die Wohnung mussten wir ja auch noch sauber machen, also haben wir alles gleichzeitig gemacht. Wir haben es sogar noch geschafft, ein letztes Mal unter die Dusche zu springen. Geschlafen haben wir nicht wirklich. Wenns hochkommt, haben wir vielleicht 2 Stunden gedöst. Der Wecker klingelte jedenfalls viiiiieeeel zu früh. Schnell noch die letzten Sachen eingepackt, ein (sehr) kleines Frühstück eingenommen und dann war es auch schon halb vier und Cris stand pünktlich auf der Matte. Der Arme, nur wegen uns musste er so früh aufstehen... aber wir sind ihm natürlich sehr dankbar dafür, dass er das für uns getan hat. Wir haben also unser ganzes Gepäck nach oben gebracht, dann ins Auto. Ich glaube, die armen Tiere wussten gar nicht, was eigentlich los ist. Es war so schade, Petra, Jenny und Quarry Tschüss sagen zu müssen. Martin hat uns geschrieben, dass die drei immer noch versuchen, in unser Wohnzimmer zu gehen und wenn sie dann merken, dass keiner mehr da ist, sind sie ganz verwirrt. Die armen.... aber bald kommt ja schon der neue Untermieter. Vielleicht sind sie dann schon wieder zufrieden gestellt - gesetz dem Fall, dass er das ein oder andere Krümelchen Essen für die Hunde und eine Streicheleinheit für die Katze bereithält. Während der Fahrt zum Flughafen hat Claire dann Martin auf der Arbeit angerufen, damit wir nochmal kurz mit ihm reden konnten. Das war ganz schön komisch. Man konnte gar nicht richtig was sagen, weil es schon wieder so traurig war und ein ganz dicker Kloß in unseren Hälsen hing. Aber Martin war wieder einmal sehr putzelig. Er hat gefragt, ob wir denn auch ein bisschen geschlafen hätten und dann hat er uns eine gute Reise gewünscht und gesagt, dass wir uns ja wiedersehen würden. Hach... Ansonsten war die Fahrt von unserer Seite eher ruhig. Claire und Cris haben sich über die Arbeit unterhalten und wir haben in Gedanken Abschied von Calgary und Kanada genommen. Am Flughafen angekommen hatten wir noch nicht einmal viel Zeit für den Abschied von Claire und Cris. Nachdem wir eingecheckt hatten, kam die Stewardess hinter uns her gelaufen, um uns zu sagen, dass wir in spätestens 10 Minuten durch den Zoll gehen sollten. Ihr müsst wissen, dass sämtliche Zollangelegenheiten bei Flügen von Kanada in die USA bereits am kanadischen Flughafen erledigt werden. In den USA kann man dann einfach so gehen, wenn man seine Koffer abgeholt hat. Also war der Abschied kurz, aber keineswegs schmerzlos. Schon wieder sind wir in Tränen aufgegangen und Claire hat uns die ganze Zeit über versichert, dass wir jetzt auch eine kanadische Mutter hätten, die sich Sorgen macht, wenn wir durch die große, weite Welt reisen. Wie süß! Nach sämtlichen Dankes- und Liebesbekundungen mussten wir dann aber doch zum Zoll. Also haben wir uns noch schnell von Cris verabschiedet, der jetzt definitiv auch zu unseren Lieblingsmenschen gehört. So war unsere Zeit also schon wieder vorbei. Fünf Monate - einfach so vergangen. Und die letzten Wochen und Tage waren noch schneller vergangen als jeder andere Tag zuvor... so traurig der Abschied auch war, unser neues Abenteuer stand sofort schon in den Startlöchern: Amerika, wir kommen!
Also zurück zu unserem letzten kompletten Tag. Nach stundenlangem Packen hatten wir uns zu einem letzten gemeinsamen Nachmittags-/Abendessen im Cheesecake Café verabredet. Claire musste danach direkt zur Kirche, da ja wieder eine Theatervorführung stattfinden sollte, Martin wollte ebenfalls dorthin, um das Theater zu filmen und wir waren für 18h mit unseren Second Cup Kollegen verabredet, um uns endgültig von ihnen zu verabschieden. Dies bedeutete also, dass wir Martin noch im Cheesecake Café Tschüss sagen mussten. Das Essen war gut, Claire und Martin haben lustige Geschichten erzählt und wir haben unsere gemeinsame Zeit Revue passieren lassen. Im Hinterkopf war allerdings immer der Abschiedsgedanke. Wir wollten ihm nämlich noch gar nicht Tschüss sagen! Aber es ging ja nicht anders. Schnell noch ein letztes Familienfoto schießen lassen und dann Tränen Marsch! Ganz schön traurig wars... unser Papa Martin, der immer alles für uns getan hat und den wir so liebgewonnen haben. Ganz doll weinen mussten wir während des Abschiedes, denn uns wurde schmerzlich bewusst, dass wir ihn jetzt erst einmal für längere Zeit nicht mehr sehen würden. Aber die beiden haben uns natürlich getröstet und Mut gemacht, dass wir ja auch wiederkommen würden und dass wir uns garantiert nicht zum letzten Mal gesehen haben würden. Total verheult haben wir uns dann in Claires Mini gesetzt. Dazu musste ich aber erst einmal eine Kotzepfütze übersteigen, die sich genau vor der Fahrertür befand. Trotz Wasserstau konnte ich diese missliche Lage ohne Probleme meistern und ab gings zu Second Cup - mit einer halben Stunde Verspätung und dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir ja noch gar nicht all unsere sieben Sachen gepackt hatten. Dort angekommen, warteten auch schon Sam, Brynne, Chelsea, Mackenzie und Mariam auf uns. Wir hatten vorher extra schon Abschiedskarten drucken lassen und jedem etwas geschrieben, schließlich hatten sie ja auch alle einen kleinen Abschiedskommentar für uns hinterlassen. Zwar war es schade, denen allen Tschüss sagen zu müssen, aber nach dem Abschied von Martin konnte uns ja eh nichts mehr schocken. Später sind wir noch schnell bei Shoppers reingehüpft, um ein Foto von uns für Claire und Martin entwickeln zu lassen, welches wir ihnen als kleine Überraschung da lassen wollten. Dann ging es auch schon wieder ans Packen - der Wecker war bereits auf 2.30h gestellt, denn Cris sollte uns um 3.30h abholen und zum Flughafen bringen. In die Minis hätten wir unser ganzes Gepäck auch gar nicht hineinbekommen... wir haben also gepackt und in Ecken gestopft und Wäsche getrocknet, die auch noch irgendwo hinpassen musste. Die Wohnung mussten wir ja auch noch sauber machen, also haben wir alles gleichzeitig gemacht. Wir haben es sogar noch geschafft, ein letztes Mal unter die Dusche zu springen. Geschlafen haben wir nicht wirklich. Wenns hochkommt, haben wir vielleicht 2 Stunden gedöst. Der Wecker klingelte jedenfalls viiiiieeeel zu früh. Schnell noch die letzten Sachen eingepackt, ein (sehr) kleines Frühstück eingenommen und dann war es auch schon halb vier und Cris stand pünktlich auf der Matte. Der Arme, nur wegen uns musste er so früh aufstehen... aber wir sind ihm natürlich sehr dankbar dafür, dass er das für uns getan hat. Wir haben also unser ganzes Gepäck nach oben gebracht, dann ins Auto. Ich glaube, die armen Tiere wussten gar nicht, was eigentlich los ist. Es war so schade, Petra, Jenny und Quarry Tschüss sagen zu müssen. Martin hat uns geschrieben, dass die drei immer noch versuchen, in unser Wohnzimmer zu gehen und wenn sie dann merken, dass keiner mehr da ist, sind sie ganz verwirrt. Die armen.... aber bald kommt ja schon der neue Untermieter. Vielleicht sind sie dann schon wieder zufrieden gestellt - gesetz dem Fall, dass er das ein oder andere Krümelchen Essen für die Hunde und eine Streicheleinheit für die Katze bereithält. Während der Fahrt zum Flughafen hat Claire dann Martin auf der Arbeit angerufen, damit wir nochmal kurz mit ihm reden konnten. Das war ganz schön komisch. Man konnte gar nicht richtig was sagen, weil es schon wieder so traurig war und ein ganz dicker Kloß in unseren Hälsen hing. Aber Martin war wieder einmal sehr putzelig. Er hat gefragt, ob wir denn auch ein bisschen geschlafen hätten und dann hat er uns eine gute Reise gewünscht und gesagt, dass wir uns ja wiedersehen würden. Hach... Ansonsten war die Fahrt von unserer Seite eher ruhig. Claire und Cris haben sich über die Arbeit unterhalten und wir haben in Gedanken Abschied von Calgary und Kanada genommen. Am Flughafen angekommen hatten wir noch nicht einmal viel Zeit für den Abschied von Claire und Cris. Nachdem wir eingecheckt hatten, kam die Stewardess hinter uns her gelaufen, um uns zu sagen, dass wir in spätestens 10 Minuten durch den Zoll gehen sollten. Ihr müsst wissen, dass sämtliche Zollangelegenheiten bei Flügen von Kanada in die USA bereits am kanadischen Flughafen erledigt werden. In den USA kann man dann einfach so gehen, wenn man seine Koffer abgeholt hat. Also war der Abschied kurz, aber keineswegs schmerzlos. Schon wieder sind wir in Tränen aufgegangen und Claire hat uns die ganze Zeit über versichert, dass wir jetzt auch eine kanadische Mutter hätten, die sich Sorgen macht, wenn wir durch die große, weite Welt reisen. Wie süß! Nach sämtlichen Dankes- und Liebesbekundungen mussten wir dann aber doch zum Zoll. Also haben wir uns noch schnell von Cris verabschiedet, der jetzt definitiv auch zu unseren Lieblingsmenschen gehört. So war unsere Zeit also schon wieder vorbei. Fünf Monate - einfach so vergangen. Und die letzten Wochen und Tage waren noch schneller vergangen als jeder andere Tag zuvor... so traurig der Abschied auch war, unser neues Abenteuer stand sofort schon in den Startlöchern: Amerika, wir kommen!
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